Spontan habe ich mich den drei österreichischen Mädels angeschlossen und einen Ausflug zur Tullamore Distillery gemacht. Einerseits konnte man bei der einstündigen Zugfahrt etwas von der Landschaft sehen und andererseits das graue Nieselwetter im Trockenen überdauern. Tullamore ist ein kleines nettes Örtchen und verfügt über eines der schönsten gothischen Schlösser in Mittelirland. Leider haben wir das nicht besucht, aber vielleicht lässt sich das noch nachholen.
Die Tullamore Distillery stellt leider keinen Whiskey mehr her. Das letzte Gebäude, dass noch erhalten ist dient lediglich als Museum. Nach unserer Führung durch das Gebäude durften wir aber den “leckeren” Whiskey oder Irish Mist probieren. Leider zu hochprozentig für mich, allein der Geruch hat mich schon betrunken gemacht.
Der Sonntag wird nun ausgiebig genossen. Mit Kaffee trinken, Wäsche waschen
und natürlich joggen. Und dann geht es auch schon wieder in die nächste Woche…

Eines meiner Fächer hier beschäftigt sich mit Managing Change. Da habe ich mir gedacht, das muss ich bei mir selber ausprobieren. Fazit nach der ersten Woche: Ich war schon drei mal joggen und bin hochmotiviert. Hoffentlich bleibt das so.
Das Wochenende steht auch schon wieder vor der Tür. Neben geselligen Abenden im internationalen, naja eher europäischen, Rahmen sind ein oder zwei Ausflüge geplant. Diesmal geht es wieder an die See. Ich kann kaum glauben dem Meer so nahe zu sein und es dennoch so selten zu besuchen.
Die Zeit hier vergeht wie im Fluge. Ich habe bereits ein viertel meines Semesters hinter mir, obwohl es gerade erst angefangen hat. Viel Arbeit steht vor der Tür: ein Research Project, ein Projekt zum Thema Geschäftsprozessmodellierung und zahlreiche “Leseübungen”. Ich bin ja schließlich auch zum Studieren hier.
Dann auf ins Wochenende und am besten Schule aus dem Kopf streichen …
Nach einer langen Partynacht brauche ich heute mal was richtig Deftiges. Also gibt es bei mir heute lecker Irish Stew – natürlich aus der Dose, wie es sich für eine Alleinlebende gehört.

Heute war ein Tag großer Erwartungen. René hat mich heute beschenkt im goßen Stile und mich schon seit einer Woche darauf vorbereitet, dass etwas passieren wird. Und was passierte: Zum Valentinstag gab es eine wunderschöne Rose und dazu die leckersten Pralinen, die ich je gegessen habe (Sie sind auch schon fast alle). Das war wirklich eine große Freude und ich muss immer noch über beide Ohren grinsen. Das muss Liebe sein.

An dieser Stelle möchte ich dann noch dem Geburtstagskind des Tages herzlich gratulieren. Liebe Tina, alles gute noch mal auf diesem Wege und viel Glück.
Jetzt muss ich mich wohl wirklich zu Hause fühlen, denn ich kann bei Lidl und Aldi einkaufen gehen, wenn ich möchte. Wie das Foto zeigt, haben wir zuerst Aldi ausprobiert. Leider gibt es nicht die gleichen Produkte wie in Germany, aber ich konnte ein Schwarzbrot ergattern, was in Irland ja eine große Schwierigkeit darstellt.
Für die Party am Abend in kleiner tschechisch-deutsch-österreichischer Runde habe ich dann noch lecker Cider ergattern können. Das schmeckt viel besser als Guinness. Eine meiner irischen Mitbewohnerin empflielt mir aber nicht aufzugeben und weiter Guinness zu trinken. Die ersten Gläser schmecken wohl niemanden, nach einer Weile ist es wohl aber das beste Bier überhaupt. Ich werde das dann wohl weiter probieren …

Das war sie also, meine erste Studentenparty, wahrscheinlich auch die letzte “International Students Party”. Ich kann ja wirklich viel ertragen, aber so schreckliche Musik habe ich noch in keinem Club gehört. Aber ein Gutes hatte der Abend auch: Mein erstes Guinness in Irland. Naja geschmacklich kann es wohl kaum ein gutes deutsches Bier übertreffen
aber es war schon ganz ok. Über den Abend verteilt hatte ich drei Bier, zwei Guinness und ein Heineken. Gekostet hat mich der ganze Spaß dann 15 Euro! Nicht schlecht oder?
Um die ganze schreckliche Musik aus unseren Köpfen zu bekommen, sind wir singend nach Hause gelaufen. Ich weiß nicht genau wie lange wir gebraucht haben, aber ich glaube so fast eine Stunde. Aber dafür haben wir vier Euro für den Nachtbus gespart und noch etwas für unsere Gesundheit getan.
Auf bald. Eure Euch vermissende Jacki.

Oh oh, hier scheint die Uhr aber ein bisschen anders zu ticken. Meine erste Schulwoche ist um, ich habe in dieser Woche genau vier Kurse besucht und schon vier Hausaufgaben aufbekommen. Eine von diesen Hausaufgaben 10% in die Note ein und muss schon am 16. Februar fertig sein. Nichts mit nur Party machen.
Für heute lasse ich mich davon nicht abschrecken und werde meine erste Studentenparty in Irland genießen.
Mein Husten entwickelt sich gut und mittlerweile kommt auch der Schnupfen. Spätestens Donnerstag rechne ich aber damit wieder gesund zu sein, schließlich ist Party angesagt: DCU International Students Dance Party. Das wird bestimmt eine gute Gelegenheit neue Leute kennen zu lernen. Und ab Freitag heißt es für mich auch schon wieder Wochenende. Toll ist das Leben in Irland.
Ich hatte bisher drei Kurse und weitere zwei Kurse sind leider ausgefallen. In dieser Hinsicht ist es hier wie in Deutschland. Ein Glück habe ich nur fünf Minuten Laufweg zur Schule. Die Dozenten waren bisher alle richtige Iren. Ich muss mich ziemlich stark konzentrieren um alles zu verstehen.
Ansonsten beginne ich mich einzuleben. Leider ist meine Heizung kaputt gegangen. Zwar ist es in Irland mild, aber leider nicht so mild, dass ich nicht frieren würde. Bereits seit drei Tagen versuche ich das Problem zu lösen, bisher ohne Erfolg. Ich hoffe mir hilft jemand bevor der Sommer anfängt. Ach ja: In Irland ist bereits seit dem 1. Februar Frühling. Wahrscheinlich scheint daher auch seit Freitag jeden Tag die Sonne.
Mittlerweile habe ich auch meine Nachbarinnen kennengelernt. Allesamt Irish und aus den unterschiedlichsten Richtungen des Landes. Es sind also die besten Voraussetzungen geschaffen das irische Studentenleben mehr oder weniger gründlich zu erforschen – man wird es sehen.
Am Samstag gehe ich mit Petra in die Stadt. Wir wollen ein bisschen die Innenstadt ansehen und zum Wasser gehen. Also schlage ich vor zur Clonford Road zu gehen. Leider haben wir die falsche Route eingeschlagen. Ein paar Stationen mit dem Bus hätte uns ein paar Kilometer erpart, die wir durch Hafengebiet gelaufen sind (dort war es nicht wirklich schön). Die Belohnung für unseren langen Fußmarsch ist eine wunderschöne Promenade genau am Wasser. Natürlich gibt es hier vauch Palmen, wir sind ja schließlich in Irland (?). Das Foto oben im Header ist dort entstanden. Für einen Bummel durch die Innenstadt reicht unsere Kraft leider nicht mehr. Also beschließen wir den abend mit spanischen Wein abzuschließen und ein bisschen irisches Fernsehen zu genießen.

Der Sonntag bringt neben dichten Nebel auch einen dicken Husten. So endet mein erstes irisches Wochenende leider im Bett. Aber das nächste kommt bestimmt!
Mein erster Schultag beginnt um 10:00. Eine freundliche Zeit, so habe ich Zeit zehn Stunden zu schlafen und zu realisieren wo ich bin. In meinem Apartment bin ich bisher ganz alleine. Ich höre kurz Geräusche, aber ich weiß nicht aus welchem Zimmer die kommen. Also warte ich lieber aufs Wochenende, um meine Nachbarn kennen zu lernen.

Wir bekommen eine Menge Informationen in der Schule über alles Mögliche, selbst die örtliche Polizei hält einen kleinen Vortrag. Man hat den Eindruck, Iren sind sehr sicherheitsbewusste Leute. Vielleicht liegt das daran, dass sie so viel trinken und daher immer jemand aufpassen muss. Während der Veranstaltung lerne ich zwei Amerikanerinnen und eine Tschechin kennen. Mit der Tschechin verstehe ich mich besonders gut und wir verabreden uns später gemeinsam auf eine kleine Shopping Tour in das nahe gelegene Einkaufszentrum zu gehen. Sie heißt Petra und studiert Mechanical Engineering. Der erste Tag ist geschafft und ich freue mich auf Freitag.
Der Freitag verläuft viel lockerer. Wir beginnen den Tag mit unserem Coordinator. Ich sehe also das erste Mal alle Exchange Studenten, die ebenfalls Business Informatics studieren. Wir sind sechs Personen. Neben mir gibt es vier Tschechen und einen Österreicher. Alle sind super nett aber ich muss noch ihre Namen lernen. Wir besprechen unseren Stundenplan und danach geht es zum gemeinsamen Frühstück mit Kaffee, Tee und süßem Gebäck – sehr lecker. Um drei Uhr startet dann die lang ersehnte Stadtrundfahrt durch Dublin. Leider kann man nichts fotografieren, weil der Ausblick aus dem Bus nicht besonders gut ist, aber mein bekommt einen Eindruck von der Stadt und von den vielen Dingen, die man in ihr entdecken kann.